Umfrage zur NS-Aufarbeitung an der rechtswissenschaftlichen Fakultät
Die Zeit des Nationalsozialismus zählt zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte. Recht und Justiz dienten damals nicht dem Schutz von Menschen, sondern wurden vielfach zur systematischen Entrechtung, Verfolgung und Vernichtung missbraucht. Universitäten und rechtswissenschaftliche Fakultäten waren dabei keine neutralen Orte, sondern Teil jener Institutionen, die dieses Unrecht mitgetragen oder legitimiert haben. Gerade für angehende Jurist*innen erwächst daraus eine besondere Verantwortung. Wer Recht studiert, setzt sich nicht nur mit Normen auseinander, sondern auch mit der Frage, wie Recht wirken kann – zum Schutz von Freiheit und Würde, aber ebenso zu deren Zerstörung. Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit ist daher ein notwendiger Bestandteil rechtswissenschaftlicher Ausbildung. Mit dieser Umfrage möchten wir die Meinungen der Studierenden am Juridicum zur bisherigen Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit erheben. Die Ergebnisse sollen als Grundlage dienen, um Formen einer zeitgemäßen, sichtbaren und nachhaltigen Erinnerungskultur an der Fakultät weiterzudenken. Die Umfrage ist anonym und dauert etwa fünf Minuten.
